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Zukunftsvision

Die Künstler von CreativeStadt haben sich die Verbesserung der Stadt- und Lebensräume zur Aufgabe gemacht. Die Entwicklung der Projekte folgt dabei dem Gedanken des sozialen Miteinanders, welcher auf der intensiven Zusammenarbeit mit den Bewohnern und der kooperativen Planung mit den Entscheidungsträgern basiert. Die Nutzung von lokalen, architektonischen, geschichtlichen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten der Erinnerung führt zu einer Fassadenkunst, in der sich die Menschen wiederfinden und begegnen können. Vielfach geht die Kunst dabei eine Symbiose mit der Geschichte des Ortes ein. Aspekte des Denkmalschutzes und des Stadtraumes werden in besonderem Maße berücksichtigt. Wandkunst belebt den öffentlichen Raum, sie verändert die Wahrnehmung des Alltags für eine schönere und bessere Lebensumwelt. Wir von CreativeStadt möchten aktiv Stadtgeschichte schreiben - in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort.

Wahrzeichen

Ein Wahrzeichen ist prägend für eine Stadt und fördert dessen Identitätsbildung. Unsere Erfahrung zeigt, dass Fassadenkunst solche Wahrzeichen entwickeln kann. Die Umgestaltung des Stadtraumes durch Fassadenmalerei stärkt die Identifikation der Bewohner mit ihren Quartieren. Stadtrundgänge auf den Spuren der Wandbilder durch die Quartiere haben eine große Anziehungskraft. Sie befördern den Tourismus. Unsere Kunst fördert die Bildung. Die Wandkunst wirkt sich ganz direkt auf die jeweiligen Viertel aus und verändert die Lebensumstände der Bewohner. Wenn Fremde die Kunstwerke betrachten, zeigen sie mit ihrem Besuch ihre Wertschätzung. Das anonyme „Irgendwo" eines unbekannten Ortes wird durch den externen Betrachter zum konkreten Platz einer persönlichen Heimat. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit fördert den Stolz der Bewohner, das damit einhergehende Selbstwertgefühl führt zum aktiven Schutz des persönlichen Lebensraumes. Nur äußerst selten wird die Fassadenkunst Vandalismus ausgesetzt oder durch Graffiti beschädigt. Menschen schützen ihren Lebensraum, wenn er eine Wertschätzung von außen erfährt und es gelingt die Anonymität der Orte aufzubrechen.

Trompe- l´Œil

Der Begriff Trompe- l´Œil kommt aus dem Französischen und bedeutet „Täusche das Auge". Diese Kunstgattung hat den hohen Anspruch, nicht „nur" Kunstwerk, sondern Teil der Realität zu sein. Das Trompe- l´Œil eröffnet neue Perspektiven, neue Raumverhältnisse und Dimensionen. Es baut eine direkte Beziehung zwischen Bild und Betrachter auf. Die Interaktion zwischen Kunstwerk und betrachtendem Auge lässt den Schauenden zum Bestandteil des Kunstwerks werden, die Grenzen zwischen Schein und Wirklichkeit lösen sich auf. Im Erkennen der Illusion entwickelt sich das Bild zu seiner vollendeten Schönheit. So entsteht ein Raum für lebendige Wesen, für unbewegliche Zeugen und heimliche Beobachter. Die Entstehung virtueller Wirklichkeiten orientiert sich an einer realen Architektur in einer durch das Kunstwerk definierten Zeit. Denn nur in deren Rahmen ist die Möglichkeit eines dreidimensionalen Trompe- l´Œil möglich. Fassadenarchitektur zielt darauf ab, das Gebäude, dem sie vorsteht, positiv zur Geltung zu bringen, gleichzeitig aber auch die tragende Konstruktion zu verhüllen. Gemalte Architektur bedient sich der gebauten Wirklichkeit um der Illusion einen Rahmen zu geben in dem sich Schein und Sein begegnen. Der Raum des Trompe- l´Œil darf daher in der Komposition und Anordnung der Gegenstände nicht den Gesetzen des realen Raumes widersprechen, der sich außerhalb des Bildes befindet. Dank unserer künstlerischen Vorstellung werden die Grenzen von Zeit und Raum durchbrochen. Die Kunst von CreativeStadt erzählt von einer Welt, die real sein könnte.

Städtebauliche Kriminalprävention

Verschiedene Städte und Gemeinden verfolgen inzwischen Konzepte der städtebaulichen Kriminalprävention, die sich für die Minimierung von Kriminalität und Aggression durch die angemessene Gestaltung des Stadtraumes einsetzt. Dabei kommt Einzelaspekten wir Licht, Wegeführung, Raumbildung und Farbgestaltung besondere Bedeutung zu. Eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum durch Wandkunst wird durch die Erfahrungen der Polizei bestätigt. Denn Wandkunst verändert die Anonymität der Stadträume und beugt Vandalismus vor, da sie die Möglichkeit zur Identifikation in Verbindung mit der Neuordnung des Raumes schafft. Dies gelingt insbesondere dann, wenn auf lokaler Ebene die Bewohner des Quartiers in die Entstehung des Kunstwerks einbezogen werden können. Ein Fassadenkunstwerk, das den Lebensraum in sozial schwierigen Quartieren verändert, kann sich zu einem Wahrzeichen entwickeln, das Gäste und Touristen zum Besuch anregt. Kunst, die die Straßen belebt, anonyme Räume aufbricht schützt vor Aggression und Kriminalität. CreativeStadt unterstützt mit ihrer Wandkunst Initiativen zur Kriminalitätsprävention. Wir sind dabei aktive Partner der lokalen Akteure.

Motiv

Die Motive unserer Wandkunst entstehen immer individuell für den jeweiligen Ort und das besondere Haus. Durch eine intensive Beteiligung gelingt es uns die Kunst zum Bestandteil ihrer Umwelt werden zu lassen. Wir erfahren die Bedürfnisse unserer Auftraggeber, wir sprechen mit den Bewohnern, teilen ein Stück ihres Lebens. Wir erleben die Städte und gehen in ihre Archive. Wir recherchieren mit großer Sorgfalt die Kulturgeschichte des Ortes. Wir erfühlen den Raum. Erst mit diesem Wissen beginnen wir den künstlerischen Prozess des Entwurfes. Der Entwurf entsteht als Synthese der Bedürfnisse, die sich mit der Erinnerung des Ortes verknüpft. Jedes Motiv ist einzigartig, unauflösbar mit dem Gebäude und den Menschen die hier leben verbunden. Wir möchten das Wohlbefinden der Bewohner stärken, die Quartiere beleben und den Stadtraum verändern. Dies gelingt uns durch die Entwicklung von Motiven, die den Betrachter direkt ansprechen und ihn zum Teilhaber des Kunstwerks machen. Dafür ist die gemeinsame Arbeit am Motiv als Prozess der Entstehung eines Kunstwerks notwendig. Unsere Kunst macht Stadträume lebenswert. CreativeStadt ist Teil der Stadt.

Creative Stadt

Als gemeinsame Tochtergesellschaft der Künstlergruppe CitéCreation und der BSG Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH entstand im Januar 2007 das Unternehmen CreativeStadt, ein Unternehmen, in dem sich langjährige Erfahrung und große Expertise verbinden. Die Gründungsunternehmen engagieren sich für Stadtentwicklungsprozesse und Veränderungen der Stadtgestalt. Die BSG ist seit 20 Jahren Sanierungsträger für das Land Brandenburg und Träger von Quartiersmanagementprozessen in Berlin. Durch die Bündelung der Kompetenzbereiche beider Unternehmen eröffnen sich im Bereich der Stadtentwicklung völlig neuartige Wege, um Stadtquartieren zu einer neuen Identität und Ausstrahlung zu verhelfen.