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Trompe- l´Œil

Der Begriff Trompe- l´Œil kommt aus dem Französischen und bedeutet „Täusche das Auge". Diese Kunstgattung hat den hohen Anspruch, nicht „nur" Kunstwerk, sondern Teil der Realität zu sein. Das Trompe- l´Œil eröffnet neue Perspektiven, neue Raumverhältnisse und Dimensionen. Es baut eine direkte Beziehung zwischen Bild und Betrachter auf. Die Interaktion zwischen Kunstwerk und betrachtendem Auge lässt den Schauenden zum Bestandteil des Kunstwerks werden, die Grenzen zwischen Schein und Wirklichkeit lösen sich auf. Im Erkennen der Illusion entwickelt sich das Bild zu seiner vollendeten Schönheit. So entsteht ein Raum für lebendige Wesen, für unbewegliche Zeugen und heimliche Beobachter. Die Entstehung virtueller Wirklichkeiten orientiert sich an einer realen Architektur in einer durch das Kunstwerk definierten Zeit. Denn nur in deren Rahmen ist die Möglichkeit eines dreidimensionalen Trompe- l´Œil möglich. Fassadenarchitektur zielt darauf ab, das Gebäude, dem sie vorsteht, positiv zur Geltung zu bringen, gleichzeitig aber auch die tragende Konstruktion zu verhüllen. Gemalte Architektur bedient sich der gebauten Wirklichkeit um der Illusion einen Rahmen zu geben in dem sich Schein und Sein begegnen. Der Raum des Trompe- l´Œil darf daher in der Komposition und Anordnung der Gegenstände nicht den Gesetzen des realen Raumes widersprechen, der sich außerhalb des Bildes befindet. Dank unserer künstlerischen Vorstellung werden die Grenzen von Zeit und Raum durchbrochen. Die Kunst von CreativeStadt erzählt von einer Welt, die real sein könnte.